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AYURVEDA in der Gesundheitspflege
zur Gesundheitsförderung und
 erhaltung

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Allgemeine Einführung

 
 

Das Berufsbild der westlichen Gesundheits- und Krankenpflege wird im Gesundheits- und Krankenpflegegesetz - GuKG (BGBl. I Nr. 108/1997 § 11(1) und (2)) definiert und umschreibt den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege mit dem pflegerischen Teil der gesundheitsfördernden, präventiven, diagnostischen, therapeutischen und rehabilitativen Maßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit und zur Verhütung von Krankheiten. Die Pflege und Betreuung von Menschen aller Altersstufen bei körperlichen und psychischen Erkrankungen, die Pflege und Betreuung behinderter Menschen, Schwerkranker und Sterbender sowie die pflegerische Mitwirkung an der Rehabilitation, der primären Gesundheitsversorgung, der Förderung der Gesundheit und der Verhütung von Krankheiten im intra- und extramuralen Bereich wird darin umfasst.

 

 

 

 
 

Dieses Berufsbild findet seine Parallele im Ayurveda, der sich nicht in erster Linie um die Heilung von körperlichen Symptomen bemüht, sondern um die Wiederherstellung des ursprünglichen gesunden Gleichgewichtes.

 
 

 

 
 

Ayurveda wird in seiner holistischen Tradition als Komplementäranwendung in der Grundpflege gesehen. Auch dem Pflegemodell von Martha Rogers und dem Pflegemodell von Monika Krohwinkel liegt ein ganzheitliches Menschenbild zugrunde. Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Teile. Der ganzheitlich fördernde Pflegeprozess steht sowohl im Ayurveda als auch im Pflegemodell von Rogers und Krohwinkel im Mittelpunkt. Die Ressourcen, Fähigkeiten und das Wohlbefinden des Menschen sind hiebei mitbestimmend. Die Rolle der Pflegepersonen wird als unterstützend, lehrend, beratend, leitend, fördern und befähigend aufgefasst.

 
 

 

 
 

Das Wort AYURVEDA können wir mit „Die Wissenschaft vom Leben übersetzen. Ayurveda ist die Kunst ein langes gesundes und glückliches Leben zu führen. Seit tausenden von Jahren wird diese Kunst zur Erhaltung der Gesundheit in Indien gelebt. Nun sind auch wir – die westliche Welt - auf diese Kostbarkeit aufmerksam geworden.

 
 

 

 
 

Der Ayurveda ist nicht nur ein medizinisches System des alten Indiens, wie es meistens in den westlichen Medien dargestellt wird, sondern es lehrt uns ganz allgemein die Kunst des Lebens, wie wir das Leben so weit wie möglich genießen und Leiden und Krankheit vermeiden können. In erster Linie müssen wir dabei einen Lebensstil mit allen nur denkbaren Vorbeugemittel zum Wohle unserer Gesundheit entwickeln. Der Ayurveda lehrt uns Gleichgewicht und Harmonie. Dinge die von Natur aus nicht im Gleichgewicht sind, können nach den Lehren des Ayurveda ausgeglichen werden.

 
 

 

 
 

Der Ayurveda beschäftigt sich in erster Linie mit einer bestmöglichen Lebensqualität, mit Langlebigkeit und mit der Freiheit von Beschwerden. Er lehrt, dass man für ein gesundes Leben ohne Krankheiten und für optimale Vitalität und Energie ein Gleichgewicht auf physischer, psychischer, mentaler und spirituellen Ebene erlangen muss. Als Wissenschaft beschäftigt sich der Ayurveda somit mit der physischen, psychischen, mentalen und sozialen Gesundheit.

 
 

 

 
 

Die materielle Realität des Kosmos wird aus den fünf Elementen erschaffen, aus denen auch der menschliche Körper besteht. Letzter ist aufgrund der Gegenwart der Seele ein lebendiger Organismus. Körper und Seele werden mit dem prana zusammengehalten, der kosmischen Energie, die wir mit dem Atem in uns aufnehmen. So machen die Seele und der prana aus dem Körper der fünf Elemente einen vitalen, lebendigen Körper. In diesem lebendigen Körper nehmen die fünf Elemente – Äther, Luft, Feuer, Wasser, Erde – die Gestalt der drei Lebenskräfte an, um alle physischen und mentalen Funktionen auszuführen.

 
 

 

 
 

Der Schlüssel für Gesundheit liegt darin diese drei Lebenskräfte im Gleichgewicht zu halten. Dies erzeugt eine Harmonie zwischen uns und der übrigen kosmischen Energie. Die Lebenskräfte – vata, pitta, kapha – werden ständig von äußeren Faktoren, wie Ernährung, Zeit, Ort, und Situation beeinflusst, aber auch von unserem geistigen, emotionalen Zustand und unserem Verhalten. Der Ayurveda verleiht uns die Weisheit, wie wir ein Leben führen können, das dabei hilft ein geistiges und körperliches Gleichgewicht zu bewahren und uns Energie, Ausstrahlung und Vitalität sowie ein langes Leben zu geben. Deshalb bemüht sich die ayurvedische Medizin nicht in erster Linie um die Heilung von körperlichen Symptomen, sondern um die Wiederherstellung des ursprünglichen Gleichgewichtes.

 
 

 

 
 

Beschwerden und Krankheiten entstehen, wenn es auf individueller oder auf sozialer Ebene an diesem Gleichgewicht mangelt. Der Ayurveda lehrt uns auch die Natur solcher Ungleichgewichte, wie man sie vermeiden, die Störungen ausgleichen und die Gesundheit wieder herstellen kann. Gesundheit beruht - auch im Ayurveda – auf die Reinheit von Körper und Geist.

 
 

 

 
 

Grundlage für die ayurvedische Diagnosestellung sind die drei Lebenskräft, die so genannten Doshas:

 
 
  • Vata (Nervenenergie für Bewegung und Aktivität)
 
 
  • Pitta (Stoff- umwandelnde Feuerenergie)
 
 
  • Kapha (Stoff-aufbauende Nährenergie)
 
 

Diese sind wiederum Kombinationen aus den fünf Elementen und sind für die Eigenschaften des Menschen verantwortlich. Sie entscheiden beispielsweise über seine Krankheitsanfälligkeit, seine Reaktion auf Ernährung oder auf bestimmte Sinneseindrücke. Die drei Doshas bilden ein labiles Gleichgewicht von inneren Kräften. Ist das Gleichgewicht gestört, etwa durch klimatische Faktoren, Ernährungsfehler oder ähnliches, kann es zu Krankheit und Unwohlsein kommen.

 
 

 

 
 

Spezifische Anwendungen

 
 

Der Ayurveda vertraut den Selbstregulierungsmechanismen des Körpers. Das heisst, dass der Körper ursprünglich durch spontane Vorlieben oder Abneigungen selbst signalisiert, was ihm gut tut oder schadet. Dies trifft besonders auf die Nahrung zu. Deshalb wird im Ayurveda der richtigen Zusammenstellung der Lebensmittel heilende Kraft zugeschrieben, welche die drei Doshas ausgleichen kann. Zudem ist die innere Reinigung des Körpers wichtig. Sie geschieht unter anderem durch:

 
 

·         Einölen des Körpers mit verschiedenen Ölen, Abhyanga

 
 

·         Wärmedampfbäder, Swedana

 
 

·         Öleinläufe, Bastis

 
 

·         Nasenschleimhaut Anwendung, Nasya

 
 

·         entschlackende Ernährung unter Zugabe von verdauungsfördernden Gewürzen

 
 

 

 
 

Ein weiterer Schwerpunkt im Ayurveda ist es die Immunkraft, Ojas genannt, zu erhöhen. Diese Immunkraft, die Ausstrahlung und Vitalität kann mittels verschiedener ayurvedischer Anwendungen unterstützt und gefördert werden.

 
 

 

 
 

Shirodhara und Herzdhara (Stirnguss)
Der Stirnguss - Shirodhara und der Herzguss - Herz-dhara haben die wunderbare Wirkung unsere Gedanken zu beruhigen und uns wieder mit uns Selbst in Verbindung zu bringen.

 

 

 
 

Energetisch betrachtet wird beim Stirnguss und beim Herzguss die ganze Energie auf ganz besondere Haupt - Energie Zentren im Körper gerichtet. Diese Energie Zentren werden stimuliert und aktiviert und dies führt zu mehr Wohlbefinden, Zufriedenheit und  Selbstvertrauen. Weitere positive Gefühle wie Glücklich sein und Innere Sicherheit breiten sich aus.

 

 
 

Ein weiterer Schlüssel zur Gesundheit im Ayurveda ist die Verdauungskraft.
Das Verdauungsfeuer,
Agni verdaut alle unsere aufgenommenen Nahrungsmittel und alle unsere geistigen und emotionalen Erlebnisse.

 
 

 

 
 

Kansu
Die Fußsohlen Anwendung mit einer legierten Handgefertigten Metallschale –

 
 

 Kansu  hilft dieses Verdauungsfeuer zu stärken und wird bei der Verarbeitung von emotionalen Erlebnissen, bei Schlafstörungen, bei brennenden Fußsohlen und bei Schwierigkeiten bei der Verdauung durchgeführt.

 

 
 

Marmas
Marmas sind Energiepunkte im Körper auf die man drücken kann oder auf die man sich nur konzentriert um die Energie im Körper fließen zu lassen. Die Konzentration auf die Marmas kann als Sprungbrett zur eigenen Transformation dienen um von der physischen auf die spirituelle Ebene zu gelangen.

 
 

 

 

 

 

Samvahan
Im Samvahan nach Dr Bhosle werden harmonische Schwingungen mit den Händen oder Stimmgabeln entlang der Wirbelsäule und den Energiekanälen erzeugt.

zu Samvahan-Balancing Treatments

 

 Die Schwingungen lösen Spannungen auf tiefster Ebene und stellt das Gleichgewicht und die Kraft in Organen und Nerven wieder her.

 
 

Abhyanga

(die Einsalbung)
 

Ölige Substanzen werden auf den Körper verteilt und eingerieben.

 
 

 Es beseitigt Müdigkeit und Erschöpfung, verjüngt, erhöht die Leistungsfähigkeit, verbessert den Schlaf sowie den Teint und stärkt das Immunsystem.

 

 
 

Shirodhara

(der Kopfguss)
Hier wird in einem kontinuierlichen Strahl 2 l hochwertiges, wohltemperiertes Öl oder Kräutertee-Ölgemisch über die Stirn gegossen.

 
 

 Es wirkt beruhigend, ist hilfreich bei Schlafstörungen, Nervosität, Migräne, Depression, Schwindel, Spannungszuständen sowie Kopfschmerzen und fördert die Durchblutung der Kopfhaut bzw. stärkt das Haar.

 

 
 

Svedhana

(Kräuter/Blütenbad)
Diese Wärmeanwendung in Form eines milden Bades oder eines Dampfbades wirkt besonders nach einer Öltherapie. Es fördert die Entgiftung über die Haut und erleichtert den Abtransport von Stoffwechselschlacken und hat eine verjüngende Wirkung auf den Körper.

 
 

 

 
 

Pindaswed (die Trockene Ganzkörper Anwendung mit erhitzten Kräutersäckchen) 
 

 
 

 Hilft wunderbar bei Zellulite, Ödeme und Schwellungen am Körper, Fettleibigkeit, Steifheit der Gelenke, Schwacher Kreislauf, Arthritis, Bronchitis, Herzerkrankungen, löst festsitzende Schlacken aus dem Gewebe - und zur Vorbereitung auf die PanchaKarma (Reinigung) Kur.

 

 
 

Der Ayurveda befasst sich neben der Pflege der Gesundheit außerdem mit den acht eigenständigen Medizinbereichen Innere Medizin, Frauen- und Kinderheilkunde, Hals-, Nasen-, Ohren- und Augen-Heilkunde, Geisteskrankheiten, Chirurgie, Toxikologie (Lehre von den Giften), Gesundheitsförderung und Sexualmedizin. Die Pflanzenheilkunde ist ein Bestandteil der ayurvedischen Medizin. Therapeuten setzen etwa 5000 Pflanzen in unterschiedlichen Zubereitungsformen ein.

 
 

 

 
 

Literaturnachweis

 
 

Das große Ayurvedabuch

Dieter Scherer , Hugeldubel Verlag

 

 

Die Ayurveda Pflanzenheilkunde

Dr Vasat Lad & David Frawley, Edition Schangrila

 

Ayurveda für Frauen

Nancy Lonsdorf, Veronika Butler, Melanie Brown, Knaur Verlag

 

Gesund genießen mit Ayurveda

Marlene Warelopoulos, Birgit Heyn, Anda Dinhopl, Heyne Verlag

 

Idealgewicht mit Ayurveda

Elisabeth Veit, Heyne Verlag

 

Gesundheit durch Yoga und Ayurveda

Dr Vinod Verma, Urania Verlag

 

 

 

       

Elisabeth Abel,
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